LEGENDEN DES LUXUS

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Benjamin Zibner
KPM Maybach
Zwei Traditionsmarken – eine Leidenschaft: Die Liebe zu Handwerkskunst, innovativem Design und höchster Perfektion verbindet Mercedes Maybach und die Königliche Porzellan Manufaktur Berlin (KPM Berlin). Beide sind weltberühmte deutsche Marken und Legenden des Luxus. Sie fühlen sich ihrer großen Tradition verpflichtet und entwickeln sich gleichzeitig kontinuierlich weiter.

Für Mercedes-Maybach und die KPM Berlin ist Luxus sowohl etwas Rares als auch Begehrenswertes. Es dreht sich alles um erlesene Materialien und perfekte Verarbeitung – um die innewohnende Schönheit, die den Sinnen schmeicheln muss. Und es geht um Haltung – um das Langlebige in einer Welt der Wegwerfmentalität und der atemlosen Massenproduktion. Die Designer feilen an dem, woran ihr Herz hängt.

Die Kunst des edlen Handwerks

Im Individualisierungsprogramm Mercedes Maybach Manufaktur arbeiten insgesamt rund 420 Hände mit nur einem Ziel: ein Höchstmaß an Einzigartigkeit und Personalisierung zu erschaffen. Mit viel Fingerspitzengefühl, Leidenschaft und ausschließlich erlesenen Materialien bester Herkunft und erlesener Qualität. In der Sattlerei widmen sich mehrere Mitarbeiter ausschließlich dem edlen Leder für die Innenausstattung. Sie nehmen dabei Maß wie für einen feinen Anzug oder ein extravagantes Abendkleid. Fahrzeugpolsterer schneiden Ledersegmente zu, Näherinnen arbeiten an Ziernähten und aufwändigen Steppungen. Viele Nahtstellen sind schwer zugänglich, zum Beispiel an den Haltegriffen am Innenhimmel. Kreativität und Handwerkskunst sind gefragt.

 

Porzellan – eine Diva, die nichts verzeiht

Seit über zwei Jahrhunderten kennt die KPM Berlin das Geheimnis des weißen Goldes: die richtige Mischung aus den Naturrohstoffen Kaolin, Feldspat, Quarz und gefiltertem Wasser. Rund 200.000 Porzellanstücke werden jährlich in Handarbeit gefertigt und etwa 20 Prozent davon in Handmalerei veredelt. Von der Herstellung der Porzellanmasse über das Gießen, Formen und Drehen bis hin zum Brennen braucht es 29 Arbeitsschritte, um eine einzelne weiße Porzellantasse herzustellen. Jeder Arbeitsschritt erfordert volle Konzentration, jahrelange Erfahrung, Leidenschaft und Fingerspitzengefühl.

 

 

Luxus immer wieder neu definieren

Jede Epoche hat ihren eigenen Anspruch an Luxus. Traditionsmarken, die bestehen wollen, müssen sich daher immer wieder neu erfinden und Luxus neu definieren. Gorden Wagener: „Der Luxus von heute ist nie der Luxus von morgen. Luxus ist beständiger Wandel. Er treibt Innovationen und schafft langfristige Werte.“ Es geht darum, der Tradition treu zu bleiben und gleichzeitig die Zukunft zu gestalten.

Ein Interview über Luxus, Tradition und Nachhaltigkeit mit Gorden Wagener, Chief Design Officer Mercedes Benz Group AG, und Jörg Woltmann, Inhaber der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin.

Sowohl die KPM Berlin als auch Maybach blicken auf eine lange Geschichte zurück. Könnten Sie die Historie bitte kurz umreißen?

Jörg Woltmann: Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin wurde 1763 von Friedrich dem Großen gegründet – sie besteht also seit fast 260 Jahren. Nach dem Tod Friedrichs II. wurde das Unternehmen von Generation zu Generation im preußischen Königshaus weitervererbt und war so im Besitz von insgesamt sieben Königen und Kaisern. Im Jahr 2006 habe ich sie übernommen. Zum einen möchte ich die Porzellan-Manufaktur als wertvolles und traditionsreiches Kulturgut bewahren. Zum anderen agieren wir wie ein Start up: Wir sind innovativ, kreativ und erfinden uns immer wieder neu, um das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

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